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102° 37° NO

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Ansicht von Sparbersbachgasse

Eine Gruppenarbeit mit Max Kieninger:

Der bearbeitete Block befindet sich im Grazer Stadtteil St.Leonhard
und ist umringt von den Strassen Morellenfeldgasse, Schillerstraße, Sparbersbachgasse und Naglergasse. Direkt angrenzend befindet sich die von einem Park umrandete Herz Jesu Kirche.

Zu Beginn wurde das Augenmerk auf den Verkehr und den Innehof gelegt. Bezüglich der Verkehrssituation gingen wir von einem Zukunftsszenario aus in dem der individuelle PKW-Verkehr keine bedeutende Rolle im innerstädtischen Verkehr mehr einnimmt, im Gegensatz dazu jedoch öffentliche Verkehrsmittel sowie umweltfreundliche Verkehrsmittel  an Bedeutung gewinnen. PKW-Parkflächen wurden zu hundert Prozent von der Oberfläche entfernt und in, für das ganze Quartier konzentrierte, unterirdische Parkgaragen verlegt. Die sich süd-östliche vom Block befindliche Naglergasse wurde vollständig zu einer Wohnstrasse umkonzipiert, welche Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist.

Im Entwurf wurde der, zum jetztigen Zeitpunkt nicht geschlossene Block ergänzt und zusätzlich aufgestockt. Hierzu wurde eine imaginäre Ebene angenommen, die mindestens ein Stockwerk über den Bestandsgebäuden liegt. Diese wurde nach unten extrudiert, um die verschiedenen Höhen der bestehenden Bebauung auszugleichen und eine durchgehende Traufkante zu erhalten. Die im Innenhof befindliche kleinteilige, inhomogene Bebauung wurde entfernt und ein Rastersystem eingeführt, welchem sich die neue Innenhofbebauung, sowie dessen Gestaltung unterordnet. Dieser mit Pflanzen bewachsene dreidimensionale Raster erweitert den Innenhof um eine Dimension und bildet ein raumbildendes Volumen – einen räumlichen Garten.  Der Grid zeichnet sich auch in der äusseren Fassade ab und scheint Bestand wie Neubau gleichermaßen zu durchdringen und miteinander zu verweben.
Der Innenhof wird durch Boxen, welche als Fahrradabstellräume, Werkstätten, Büros, Arztpraxen etc. genutzt werden können, sowie Treppen- bzw. Lifttürme ergänzt, über welche die gesamte Aufstockung erschlossen wird.  Der Block wurde im Südlichen Teil an zwei Stellen, in Richtung Herz Jesu Kirche sowie zur Naglergasse hin geöffnet, von wo aus man den Innenhof betreten kann. welcher in öffentliche und eher, den Bewohnern zugeordneten Flächen gegliedert ist. Diese Zonen gehen jedoch fließend ineinander über und sind durch Verengung bzw. Weitung der Wegeführung spürbar.
Über die Erschließungstürme gelant man zu einem rundum laufenden Weg, welcher die einzelnen Wohneinheiten erschließt, jedoch auch als Komunikationszone für die Bewohner gedacht ist.

Hof Ansicht

Innenhof Ansicht